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Die Hauptstadt Phnom Penh, die immer noch einige schöne Sehenswürdigkeiten hat, hat sich inzwischen von ihrem Geisterdasein während der Pol-Pot-Herrschaft
erholt. Der Königliche Palast und der Wat-Phnom-Tempel, der der Stadt ihren Namen gab, sind beide einen Besuch wert, ebenso wie die Silberne Pagode, die einen smaragdfarbenen Buddha beherbergt. Das ehemalige Verhörzentrum Pol Pots ist heute das Tuol-Sleng-Museum der Massenvernichtung. Im Nationalmuseum gibt es interessante Sammlungen der Landeskunst. Das berühmte Nationalballett wurde von den überlebenden Tänzern neu gebildet
und führt inzwischen wieder klassische Tänze wie die Ramayana-Sage für Besucher auf. Die buddhistischen Tempel wurden ebenfalls
wieder eröffnet, und mehrere Feste, besonders das Khmer-Neujahr, werden hier begangen. Außerhalb von Phnom Penh befindet sich
das Choeung-Ek-Lager, auch als »Killing Fields« bekannt. Hier steht ein Mahnmal, das aus den Schädeln von über 8000 Menschen errichtet worden
ist, die hier vom Pol-Pot-Regime ermordet wurden. Die berühmten Tempel von Angkor im Nordwesten stammen aus der Blütezeit der Khmer-Kultur (9. bis 12. Jh.). Der restaurierte Haupttempel Angkor Wat sowie die Ruinen der Stadt Angkor Thom mit den Tempeln Bayon und Baphuon können besichtigt werden. Einige Tempel, z. B. der Ta Prohm, sind von tropischem Regenwald überwachsen, was ihnen einen ganz besonderen Reiz verleiht. Man sollte aus Sicherheitsgründen
die Besichtigung nur mit einem Führer unternehmen und niemals die gekennzeichneten Wege verlassen. Oudung liegt 30 km von Phnom Penh entfernt auf einem Hügel. Von hier hat man einen guten Blick auf die weiten Ebenen mit den Grabstätten
der Khmer Könige. Tonle Bati, südlich von Phnom Penh, hat Tempelruinen aus dem späten 12. Jahrhundert. Sihanoukville ist ein beliebter Strandurlaubsort und kann von Phnom Penh aus mit dem Bus oder dem Flugzeug erreicht werden.
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