Parlamentarischer Bundesstaat seit 1848. Verfassung von 1874, mit zahlreichen Änderungen, neue Verfassung 2000. Zweikammerparlament
(Bundesversammlung): Nationalrat mit 200 Mitgliedern und Ständerat mit 46 Mitgliedern. Staats- und Regierungschef ist der Bundespräsident, der
jährlich von der Bundesversammlung neu gewählt wird. Verwaltungstechnische Gliederung in 20 Vollkantone und 6 Halbkantone
mit jeweils eigener Verfassung, Parlament und Regierung. Die Exekutive liegt beim siebenköpfigen Bundesrat, einer Kollegialbehörde,
dem der Bundespräsident vorsteht.
Geographie
Die Schweiz grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und das Fürstentum Liechtenstein
und im Süden an Italien. Das Land gliedert sich in drei Großlandschaften: die Schweizer Alpen, das hügelige Schweizer Mittelland,
das vom Bodensee bis zum Genfer See reicht, und dem Schweizer Jura, ein raues, lang gestrecktes Faltengebirge. In der Schweiz
liegen die höchsten Berge Europas. Trotz des hohen Anteils des Landes an Hochgebirge sind 43% Wiesen und Weiden. Die Milch-
und Viehwirtschaft spielt eine dementsprechend wichtige Rolle. Die höchsten Berge sind die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv
(4634 m) an der italienischen Grenze, der Dom (4545 m), das Weißhorn (4507 m) und das Matterhorn (4477 m). Die beliebtesten
Urlaubsgebiete sind das Engadin, das Berner Oberland, das Gebiet um den Vierwaldstätter See, das Wallis und das Tessin.
Sprache
63,7% der Bevölkerung sprechen Deutsch in den verschiedenen schwyzerdütschen Dialektformen (Ost-, Nord- und Zentralschweiz);
19,2% Französisch (West- und Südwestschweiz); 7,6% Italienisch (Kanton Tessin/Ticino) und 0,6% Rätoromanisch (Kanton Graubünden/Grisons).
8,9% sind anderssprachig.
Religion
Römisch-katholisch und evangelisch-reformiert (75 %). Jüdische und muslimische Minderheiten.