Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1999. Parlament mit 83 Mitgliedern. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische
Kolonie).
Geographie
Niger grenzt im Norden an Libyen und Algerien, im Osten an den Tschad, im Süden an Nigeria und Benin und im Westen an Mali
und Burkina Faso. Die Hauptstadt Niamey am nördlichen Ufer des Niger ist schon seit langem ein bedeutendes Handelszentrum
an diesem stark befahrenen Wasserweg. Der Fluss schlängelt sich 500 km durch den westlichen Teil des Landes. Im Süden entlang
der nigerianischen Grenze befindet sich ein Landstrich mit Trockensavanne, der jedes Jahr durch Überweidung 20 km schmaler
wird. Die Ténéré-Wüste nimmt bereits heute über 50% der Fläche Nigers ein. Sie wird von einer flachen Bergkette durchzogen,
der Aïr ou Azbine. In den südlichen Ausläufern liegt die Provinzhauptstadt Agadez, mitten in der Halbwüste, umgeben von grünen Tälern und heißen
Quellen. Die östlich der Bergkette gelegene Geröllwüste verwandelt sich in der Regenzeit in Weideland. Der Norden und Westen
bestehen überwiegend aus großen Sandflächen. Am Tschad-See im Südosten wird Ackerbau betrieben.
Sprache
Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind u. a. Haussa (65 % der Bevölkerung) und Tamaschagh, ein Tuaregdialekt, sowie
Songhai-Dscherma und Fulbe.
Religion
80 % Islam, 20 % Animisten und christliche Minderheiten.