|
Wichtige Wirtschaftszweige Die Landwirtschaft hat sich nie ganz von dem Verlust des Westjordanlands nach dem Sechstagekrieg (1967) erholt, der die Einbuße
von 80 % des Obstanbaugebiets und beträchtlicher Exporteinnahmen bedeutete. In dem verbleibenden Gebiet – Ostjordanland –
gibt es nur wenig Agrarland; angebaut werden hauptsächlich Tomaten, Zitrusfrüchte, Oliven, Feigen, Gurken, Wassermelonen,
Auberginen, Gerste und Weizen. Der Dienstleistungssektor steuert den Großteil, nämlich über zwei Drittel (68 %, Stand: 2005), zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Neben dem Tourismus spielen Groß- und Einzelhandel, Finanzdienstleistungen sowie Transporte eine wichtige Rolle. Der Tourismus
- die wichtigste Branche neben dem Baugewerbe - überwindet jedoch nur allmählich die regionalpolitisch bedingten Rückschläge
der vergangenen Jahre. Die am längsten existierenden Industriezweige sind die Phosphatgewinnung und die Herstellung von Pottasche im Gebiet des Toten
Meeres. Daneben werden u.a. Farben, Plastik und Zement produziert. Die Suche nach großen Erdölvorkommen verlief bisher erfolglos.
Wirtschaftslage Durch die schwierige Lage im Irak hat sich Jordanien als Koordinationsstandort für Wirtschaftsaktivitäten in den Irak etabliert.
Die Wachstumsrate lag 2005 bei ca. 7 %. Dennoch weist Jordanien ein hohes Haushaltsdefizit von 5,4 % auf, das vor allem durch
die steigenden Energiesubventionen und abnehmende ausländische Finanzhilfen verschärft wird (Stand: 2005). Von dem Budgetdefizit abgesehen, haben sich die meisten Wirtschaftsindikatoren verbessert. Dennoch scheint immer noch kein
positiver Impuls auf die seit Jahren auf hohem Niveau verharrende Arbeitslosenrate und auf eine spürbare Verminderung der
Armut auszugehen.
Wirtschaftspolitik Die jordanische Regierung strebt die Modernisierung der Wirtschaft, insbesondere durch den Ausbau der IT-Branche, und die
Steigerung ausländischer Direktinvestitionen an. Staatliche Betriebe und Infrastrukturen in den Zweigen Bergbau, Energie,
Telekommunikation und Verkehr werden zunehmend privatisiert. Um das hohe Haushaltsdefizit zu verringern realisiert die Regierung
zudem Subventionskürzungen und eine Erhöhung der Verbrauchssteuern. Jordanien gehört verschiedenen pan-arabischen Wirtschaftsorganisationen an, unter anderem dem Council of Arab Economic Co-operation
und dem Arab Monetary Fund. 2000 trat Jordanien der Welthandelsorganisation (WTO) bei. 2002 traten die Abkommen mit der EU
und der EFTA in Kraft. Gemäß dem mit den USA abgeschlossenen Freihandelsabkommen werden die Zollabgaben bis Januar 2010 vollständig
abgebaut.
Handelspartner Jordanien importiert Produkte aus dem Irak, Saudi-Arabien und Deutschland und exportiert vor allem in den Irak, in die USA
und nach Indien.
|
|
Handelsabteilung der Botschaft von Jordanien Heerstraße 201, D-13595 Berlin Tel: (030) 369 96 00. Fax: (030) 36 99 60 11. Internet: www.jordanembassy.de
Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V. Garnisonkirchplatz 1, D-10178 Berlin Tel: (030) 278 90 70. Fax: (030) 27 89 07 49. E-Mail: info@ghorfa.de Internet: http://ghorfa.net
Österreichisch-Arabische Handelskammer Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien Tel: (01) 513 39 65. Fax: (01) 513 85 59. E-Mail: headoffice@aacc.at Internet: www.aacc.at
Amman Chamber of Industry (ACI) 2nd Circle, JO-Amman Tel: (06) 464 30 01. Fax: (06) 464 78 52. E-Mail: aci@aci.org.jo Internet: www.aci.org.jo
Federation of Jordanian Chambers of Commerce (FJCC) P.O. Box 7029, JO-Amman 11118 Tel: (06) 566 54 92, 567 44 95. Fax: (06) 568 59 97. E-Mail: info@jocc.org.jo Internet: www.jocc.org.jo
|